Die Hauptstadt des Landes Brandenburg Potsdam zählt zweifellos zu einer der schönsten Städte Deutschlands. Sie ist vor allem für die vielen preußischen Schlössern und Palästen bekannt, die das gegenwärtige Erscheinungsbild der Stadt prägen. Bewohner wie Besucher Potsdams können noch heute anhand der traumhaften Schlösser das prunkvolle Leben längst vergangener Könige erahnen.

 

17 eindrucksvolle Schlösser, Paläste und Prunkbauten schmücken das Bild der Stadt. Das Größte von ihnen ist mit Abstand das Neue Palais. Es befindet sich neben dem Schloss Sanssouci, dem Schloss Charlottenhof und der Orangerie ebenfalls auf der Parkanlage Sanssouci. Mit seinen 200 Zimmern, vier Festsälen und einem Rokokotheater wurde das Neue Palais 1769 von Friedrich dem Großen als letztes Schloss in seiner Regierungszeit geplant und fertiggestellt. Ursprünglich als prunkvolles Gästehaus für Friedrichs II. Gäste gedacht, machte es Kaiser Wilhelm II. zu seiner Sommerresidenz.

 

Weitere bekannte Schlösser in Potsdams befinden sich unter anderem im Park Babelsberg, im und um den Neuen Garten oder direkt in der Innenstadt. Große Teile dieser Schlösser-Kulturlandschaft wurden 1990 zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt.

 

Zu den bekanntesten und wohl auch beliebtesten Reisezielen der Stadt zählt das Schloss Sanssouci. Es ist nicht nur gefragt, da sich die sterblichen Überreste des Alten Fritz in der Gruft auf der obersten Weinbergterrasse befinden, sondern auch da es das Lieblingsschloss des Königs war. Bei vielen gilt es als das preußische Versailles. Kein anderes Schloss ist so eng mit der Persönlichkeit des Preußenkönigs, Friedrich dem Großen, verbunden wie dieses sommerliche Lustschluss. Im Jahre 1747 ließ er das Schloss, welches übersetzt „ohne Sorgen“ bedeutet, nach seinen eigenen Skizzen anfertigen, um eine Sommerresidenz für ein sorgloses Leben zu besitzen. Noch heute befinden sich die Original-Raumausstattung, sowie die Verzierungen und Bemalungen in den Räumen des Schlosses. Mit seinen gerade einmal 12 Zimmern zählt es verhältnismäßig zwar eher zu den kleineren Schlössern, ist aber sehr kostbar und liebevoll ausgestattet, sodass selbst ein Laie schnell die große Bedeutung des Schlosses für den ehemaligen König erkennt.

 

Die Kirchen

Die Kirchen in Potsdam mit ihren unterschiedlichen Baustilen prägen das heutige Profil der Stadt. Neben römisch angehauchter Baukunst finden Sie außerdem italienische, französische, russische oder aber auch böhmische Architektur wieder. Die Gotteshäuser wurden für Siedler aus verschiedensten Teilen Europas errichtet und bringen die preußische Toleranz ehemaliger Könige zum Ausdruck.

 

Besonders friedvoll und idyllisch liegen die Friedenskirche am Eingang zum Park Sanssouci, welche an ein mittelalterliches Kloster im italienischen Stil erinnert oder aber auch die Heilandskirche Sacrow am Jungfernsee. Auch die Pfingstkirche zwischen Pfingstberg und dem Neuen Garten liegt an einem malerischen Rückzugsort.

 

Geistliche und gesellschaftliche Begegnungsstätten

Direkt im Herzen der Stadt befindet sich am Alten Markt und gegenüber vom Landtagsgebäude die St. Nikolaikirche. Sie wurde 1837 bis 1850 nach den Plänen von Karl-Friedrich Schinkel erbaut. Ihr riesiger Kuppelbau, der sich an den Kathedralen in Rom, London und Paris orientiert, ist schon vom Weiten aus allen Himmelsrichtungen gut zu sehen. Als evangelische Hauptkirche der Landeshauptstadt lockt sie jährlich etwa 140.000 Touristen in ihre Hallen und auf ihr Kuppeldach. Im Inneren der Kirche finden regelmäßige Gottesdienste, kirchenmusikalische Aufführungen, Vorträge und Ausstellungen statt.

 

Nach dem Vorbild des römischen Pantheon wurde 1752/53 die Französische Kirche nach den Plänen des Architekten von Knobelsdorff erbaut. Der Baumeister ist bereits für viele seiner Bauten bekannt, die er im Auftrag von Friedrich dem Großen leitete. Das evangelische Gotteshaus befindet sich am heutigen Bassinplatz, nicht weit vom Holländischen Viertel entfernt. Die Französische Kirche gilt seit der Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg als eine der ältesten erhaltenen Kirchen im historischen Potsdamer Stadtteil.

 

Besonders sehenswert ist auch die russisch-orthodoxe Gedächtniskirche des Heiligen Alexander Newski. Sie befindet sich im Norden Potsdams auf dem Kapellenberg unweit der Kolonie Alexandrowka. Auf Anordnung von König Friedrich Wilhelm III. wurde sie im altrussischen Baustil entworfen und gilt als Freundschaftsbeweis zwischen dem ehemaligen Preußen und Russland. Die Alexander-Newski-Gedächtniskirche ist ebenso wie die Siedlung Teil des UNESCO Weltkulturerbes.

 

Galerien, Ateliers und Kunstvereine

Galerien, Ateliers und Kunstvereine bieten ein vielfältiges Angebot an Ausstellungen und Projekten zur zeitgenössischen Kunst und laden gleichermaßen Besucher der Stadt und Potsdamer ein, sich auf das Abenteuer Gegenwartskunst einzulassen. Dieser Teil des kulturellen Lebens macht die Stadt besonders lebendig und baut immer wieder Brücken zwischen dem Park Sanssouci und damit der Vergangenheit und der gegenwärtigen Moderne, denn hier treffen Historie und Neuzeit aufeinander.

 

Landeshauptstadt mit Kultur und Flair

Die Verbindung von vergangenen und modernen Elementen sorgt für Vielfalt und eine hohe kulturelle Diversität in der Stadt. Potsdam hat einen außergewöhnlichen Ruf als Kulturstadt und ist für seine zahlreichen kulturellen und künstlicheren Initiativen bekannt. In den letzten Jahren hat sich in der Landeshauptstadt zusätzlich eine lebendige Kunstszene entwickelt, die mit der Neueröffnung des Potsdam-Museums noch einmal an Stellenwert gewonnen hat. Der Standort des Museums am Alten Markt schafft somit einen Rahmen die moderne Kunst in der Stadt voranzutreiben und bildet ein lebendiges Zentrum für Kultur.

 

Vielfältige Museen und Kunstausstellungen

Weitere bekannte Galerien sind das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, dass Sie mit seiner ständigen Ausstellung zu 900 Jahren Brandenburg-Preußen Geschichte über eine vergangene Epoche informiert und ein lebendiges Forum für Kultur und Geschichte ist. Ein Kontrast dazu bildet das Museum FLUXUS+, indem Sie die ausgestellten Arbeiten von zeitgenössischen Künstlern bewundern können, die die Gegenwart repräsentieren. Die Villa Schöningen befindet sich an der Glienicker Brücke und bietet an einem historischen Ort Platz für Ausstellungen, die mit Hilfe zeitgenössischer Kunst Themen, wie die innerdeutsche Teilung und die Zeit des Kalten Krieges behandeln. Durch diese und weitere kulturelle Einrichtungen, wie das Erlebnisquartier Schiffbauergasse, hat die Bedeutung Potsdams als Kultur- und Kunststandort immer mehr zugenommen und das macht die Stadt zusammen mit seinen Parks, Gartenanlagen und Schlössern zu einen kulturellen und künstlerischen Schmelztiegel.

 

Die Potsdamer Museumslandschaft ist durch eine abwechslungsreiche Vielfalt an unterhaltsamen und informativen Museen geprägt. Begegnen Sie traditioneller Kunst, Kultur und Geschichte, aber auch frischer und innovativer Alltagskunst.

 

Tiere, Fotografien und die Entwicklung der Filmtechnik

Das Naturkundemuseum in der Breiten Straße 13 ist das einzige seiner Art in Brandenburg mit einer ständigen Ausstellungspräsenz zu Themen aus Natur und Umwelt. Es ist sehr gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln (Bus 606) zu erreichen und zählt mit seinen verschiedenen Sonderausstellungen zu einem der Museen, welches sowohl für Erwachsene als auch für Kinder gleichermaßen interessant ist.

 

Auf dem Alten Markt im ehemaligen Alten Rathaus befindet sich das veranstaltungsorientierte Stadtmuseum (Potsdam Museum). Zu den Sammlungsschwerpunkten gehören, Kunst, Fotografie und Alltagskunst.

 

Ebenfalls am Alten Markt liegt das Filmmuseum Potsdam. Es ist das älteste Filmmuseum Deutschlands. Hier entdecken Sie zahlreiche Fotos, Technik aus Film und Fernsehen, sowie tolle Kostüme bekannter Stars. Außerdem können Sie hier spannende Film-Reihen, ausgesuchte Kinderfilme und Stummfilmabende mit Livemusik erleben.

 

Geschichte mal anders

Nördlich der barocken Innenstadt treffen Sie auf das russische Museumsdorf Alexandrowka. An diesem Ort erhalten Sie vielschichtige Einblicke in das Leben eines ehemaligen Soldatenchors. Die Kolonie besteht aus 13 Gehöften mit großen Obstgärten. Den Mittelpunkt bildet das sogenannte „Aufseherhaus“. Hier erhalten sie köstliche und traditionelle Speisen aus Russland.

 

Das S-Bahn Museum in Griebnitzsee bietet Ihnen tiefe Einblicke rund um die Berliner S-Bahn. Von uralten Fahrkartenautomaten über Fahrkarten bis hin zu antiken Bahnhofschildern können Sie die Entwicklung der S-Bahn nachvollziehen. In den Wintermonaten ist das Museum aufgrund fehlender Heizungsanlagen geschlossen. Dennoch können Sie das Museum von April bis November besuchen.

Für Kinder zwischen fünf und zwölf Jahren ist vor allem das „Extavium“ besonders interessant. Hier lernen die Kleinen auf spielerische Art und Weise naturwissenschaftliche Grundlagen. Für die älteren Schüler stehen hier zahlreiche, didaktische Angebote in Form von Kursen zum Experimentieren bereit.

 

Quelle Text: Potsdam Tourismus